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Sehenswürdigkeiten

Jüdisches Museum Frankfurt: Tickets & Öffnungszeiten

Zwei Häuser, eine große Geschichte: Wie Sie das Jüdische Museum Frankfurt besuchen, was Sie erwartet und wann Sie sogar kostenlos hineinkommen.

Katharina Vogt
Katharina Vogt
19. Juni 2026
Am Museumsufer in Frankfurt, wo das Jüdische Museum liegt

Frankfurt hat eine der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden Deutschlands, und ihre Geschichte lässt sich an keinem Ort besser nachvollziehen als im Jüdischen Museum. Es ist kein einzelnes Haus, sondern verteilt sich auf zwei Standorte, die zusammen einen Bogen von den Anfängen im mittelalterlichen Ghetto bis in die Gegenwart spannen. Ich erkläre Ihnen, was Sie wo erwartet, wann geöffnet ist und wie Sie den Besuch planen.

Zwei Standorte, eine Geschichte

Das Jüdische Museum Frankfurt arbeitet an zwei Orten, die sich hervorragend ergänzen:

  • Jüdisches Museum im Rothschild-Palais (Bertha-Pappenheim-Platz 1) erzählt die jüdische Geschichte Frankfurts seit 1800 – vom Aufstieg der Bürgerfamilien über das kulturelle Leben bis zu Verfolgung und Neuanfang. Das Haus ist modern gestaltet und verbindet Dauerausstellung mit wechselnden Sonderausstellungen.
  • Museum Judengasse widmet sich der Geschichte des ältesten jüdischen Ghettos Europas. Hier sehen Sie freigelegte Fundamente historischer Häuser und tauchen in den Alltag der frühen Neuzeit ein.

Mein Rat: Wenn Sie Zeit haben, besuchen Sie beide – erst das Museum Judengasse für die frühe Geschichte, dann das Rothschild-Palais für die Neuzeit. So ergibt sich ein vollständiges Bild.

Öffnungszeiten (Stand 2026)

  • Montag: geschlossen
  • Dienstag & Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
  • Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
  • Freitag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Beachten Sie: Donnerstags ab 17 Uhr ist im Rothschild-Palais nur noch die Sonderausstellung geöffnet, und das Museum Judengasse schließt bereits um 17 Uhr. Wenn Sie den langen Donnerstagabend nutzen wollen, planen Sie das entsprechend ein.

Tickets und ein schöner Bonus

Die aktuellen Eintrittspreise prüfen Sie am besten kurz vorher auf der offiziellen Website, da sie sich ändern und je nach Ausstellung variieren können. Ein besonders sympathischer Bonus: An ihrem Geburtstag haben Besucherinnen und Besucher jeden Alters freien Eintritt. Wer also zufällig an seinem Ehrentag in Frankfurt ist, sollte das nutzen.

Anfahrt

Beide Standorte liegen zentral in der Innenstadt bzw. Altstadt und sind bequem zu Fuß oder mit U- und S-Bahn erreichbar. Das Rothschild-Palais liegt nahe dem Mainufer, das Museum Judengasse an der Konstablerwache/Battonnstraße. Von einem zum anderen sind es nur wenige Minuten zu Fuß.

Praktische Tipps

  • Beide kombinieren: Ein Kombibesuch beider Häuser ergibt das runde Bild – planen Sie dafür einen halben Tag ein.
  • Langer Donnerstag: Bis 20 Uhr geöffnet (Rothschild-Palais) – ideal nach der Arbeit, aber denken Sie an die eingeschränkte Öffnung ab 17 Uhr.
  • Montag meiden: Beide Häuser sind montags geschlossen.
  • Mit dem Museumsufer verbinden: Das Rothschild-Palais liegt nah am Mainufer – Sie können den Besuch gut mit einem Spaziergang oder weiteren Museen verbinden.
  • Aktuelles prüfen: Sonderausstellungen und Preise wechseln – ein Blick auf die offizielle Website vor dem Besuch lohnt sich.

Fazit

Das Jüdische Museum Frankfurt gehört zu den wichtigsten Kulturorten der Stadt. Die Aufteilung auf Rothschild-Palais und Museum Judengasse macht die jüdische Geschichte Frankfurts über Jahrhunderte greifbar – von den engen Gassen des Ghettos bis zur lebendigen Gegenwart. Mein Rat: Nehmen Sie sich Zeit für beide Häuser, nutzen Sie den langen Donnerstag oder Ihren Geburtstag für den freien Eintritt, und prüfen Sie vorab die aktuellen Ausstellungen. Es ist ein Besuch, der bleibt.

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