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Essen & Trinken

Frühstück mit Aussicht in Frankfurt: Rooftop, Skyline & Mainufer

Croissant, Kaffee und ein Panorama dazu: Wo in Frankfurt der Morgen mit Skyline-Blick, auf der Dachterrasse oder direkt am Mainufer beginnt – und welche Höhenbars morgens geschlossen bleiben.

Katharina Vogt
Katharina Vogt
7. Juli 2026 akt. 2. August 2026
Frühstück mit Aussicht über die Stadt

Der schönste Kaffee des Tages ist für mich der erste – und wenn dazu die Türme der Skyline im Morgenlicht stehen oder der Main vor der Terrasse glitzert, wird aus einem Frühstück ein kleines Ereignis. Frankfurt hat dafür mehr zu bieten, als viele vermuten: Rooftop-Restaurants, die tatsächlich schon vormittags öffnen, Hotelterrassen mit Skyline-Panorama und eine Handvoll Cafés direkt am Wasser. Der Haken ist nur: Man muss wissen, welche Orte wirklich frühstücken. Denn die berühmten Höhenbars der Stadt sperren fast alle erst am Abend auf. Im Folgenden habe ich die Adressen zusammengestellt, an denen der Morgen mit Aussicht wirklich funktioniert – mit Zeiten, Preisen und ein paar ehrlichen Hinweisen.

Über den Dächern: Rooftop-Frühstück und Skyline-Brunch

Wer mitten in der City über den Dächern frühstücken möchte, ist im Occhio d’Oro richtig, dem Rooftop-Restaurant des Flemings Selection Hotel Frankfurt-City am Eschenheimer Tor 2. Seit Herbst 2023 wird das Frühstück oben auf der Dachterrasse serviert – ein Buffet mit direktem Blick auf die Bankentürme, und ein historischer Paternoster bringt Sie standesgemäß nach oben. Tagsüber und abends ist die Küche italienisch geprägt, mit modern interpretierten toskanisch-florentinischen Klassikern; am Wochenende gibt es zusätzlich einen Brunch mit Skyline-Blick. Die U-Bahn-Station Eschenheimer Tor (U1, U2, U3, U8) liegt praktisch vor der Tür, zentraler geht es kaum.

Etwas weiter westlich, im markanten Hochhaus One Forty West an der Senckenberganlage 13, residiert das oben – Restaurant & Skybar des Meliá Frankfurt City in der 15. und 16. Etage. Unter der Woche ist das ein reines Abendlokal – doch sonntags steigt hier der Skyline Brunch von 12 bis 15 Uhr: ein mediterranes Buffet, eine Live-Pasta-Station, dazu ein DJ, und durch die raumhohen Fenster beziehungsweise von der Terrasse der Blick über die gesamte Skyline bis hinüber zum Taunus. Das klassische Brunch-Paket kostet 69 Euro pro Person und schließt Willkommensdrink, Heißgetränke, Säfte und Wasser ein (Stand 2026). Reserviert wird per E-Mail an oben@melia.com; zu Fuß erreichen Sie das Haus von der Bockenheimer Warte oder vom Messegelände. Wenn Sie ohnehin mit Panorama übernachten möchten, lohnt vorab ein Blick in meine Übersicht zu den Hotels mit Skyline-Blick in Frankfurt.

Eine ganz eigene Kategorie ist THE ROOF im b’mine Frankfurt Airport (Georg-Baumgarten-Straße 1, in den Gateway Gardens direkt am Flughafen). Das Restaurant liegt in der 12. Etage, und anders als fast alle Höhenlokale der Stadt frühstückt man hier täglich: werktags von 6.30 bis 10 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 7 bis 13 Uhr, für 28 Euro pro Person (Stand 2026), am Wochenende inklusive einem Glas Sekt. Ehrlich gesagt blicken Sie von der Terrasse in erster Linie auf die Start- und Landebahnen – das ist ein Frühstück für Planespotter und für alle, die früh einen Flug haben; die Innenstadt-Skyline steht bei klarer Sicht als ferne Silhouette am Horizont. Für einen entspannten Start vor dem Abflug ist das trotzdem unschlagbar.

Direkt am Main: Frühstück und Brunch am Wasser

Mein Favorit für ein bodenständiges Frühstück mit Wasserblick ist das Mainkai Café am Mainkai 15, nur ein paar Schritte vom Dom und vom Römer entfernt, direkt am nördlichen Mainufer. Geöffnet ist täglich von 9 bis 21 Uhr, die Frühstückskarte ist üppig und reicht von den Klassikern bis zu Halloumi und Sucuk. Sie sitzen praktisch am Fluss und schauen aufs Wasser und hinüber nach Sachsenhausen. Das Lokal ist klein – rund 40 Plätze –, an sonnigen Wochenenden reservieren Sie also besser vorab telefonisch.

Weiter östlich, am Osthafen im Schatten der EZB, liegt das Oosten (Mayfarthstraße 4) direkt am Wasser – „am Fluss, mit der Skyline im Hintergrund”, wie es die Wirte selbst beschreiben. Am Wochenende gibt es hier Frühstück von einer eigenen Karte, dazu eine weitläufige Terrasse am Main mit dem Blick auf den EZB-Turm und die Skyline dahinter. Die Öffnungszeiten wechseln allerdings mit der Saison – unter der Woche startet das Oosten eher am Nachmittag –, ein kurzer Blick auf die Website vor dem Besuch lohnt sich also.

Etwas eleganter und mit Panoramaterrasse mitten in der Stadt zeigt sich das MainNizza am Untermainkai 17, benannt nach dem benachbarten subtropischen Nizza-Garten am Flussufer. Wichtig zu wissen: Geöffnet wird erst um 11.30 Uhr. Ein klassisches Frühstück im Morgengrauen ist das also nicht, wohl aber ein herrlich später Brunch oder ein Mittagessen mit direktem Blick auf den Main und die vorbeiziehenden Schiffe. Für einen ausgedehnten Sonntag ist die Terrasse ideal. Wer es klassischer und kaffeehausiger mag, wird übrigens in meinem großen Überblick zu Frühstück und Brunch in Frankfurt fündig – dort geht es um die besten Cafés abseits der Aussicht.

Ehrlich gesagt: Welche Höhenlokale morgens geschlossen sind

Ein weit verbreitetes Missverständnis: Frankfurts berühmte Höhen- und Rooftop-Bars sind fast ausnahmslos Abendlokale. Das MAIN TOWER Restaurant & Lounge in der 53. Etage (Neue Mainzer Straße 52–58) etwa öffnet erst dienstags bis samstags ab 18 Uhr – ein Frühstück gibt es dort nicht. Auch die 22nd Lounge & Bar im Eurotheum, die NFT Skybar im ONE-Tower und Lili’s Rooftop im Sofitel am Opernplatz starten erst am Nachmittag oder Abend. Rechnen Sie also nicht damit, morgens spontan in eine dieser Adressen hineinzuspazieren.

Wenn es Ihnen ohnehin nur um den Ausblick geht und weniger ums Essen, fahren Sie tagsüber auf die Aussichtsplattform des Main Tower (rund 200 Meter über der Stadt). Frühstücken können Sie dort oben zwar nicht, aber das Panorama ist das beste der Stadt – und ein Kaffee davor oder danach lässt sich leicht organisieren. Welche Plattformen sich am meisten lohnen, habe ich im Beitrag zu den besten Aussichtspunkten und dem Main Tower beschrieben; die abendlichen Höhen-Adressen finden Sie in meiner Übersicht zu den Rooftop-Bars und -Restaurants in Frankfurt.

Die günstige Variante: Picknick mit Skyline-Blick

Aussicht muss nicht viel kosten. Holen Sie sich ein frisches Gebäck – zum Beispiel die berühmten Zimtschnecken von Zeit für Brot am Oeder Weg 15 (geöffnet ab 7 Uhr) – und setzen Sie sich damit ans Mainufer. Besonders schön ist die Wiese am Schaumainkai unterhalb des Museumsufers auf der Sachsenhausener Seite: vor Ihnen der Fluss, dahinter die Türme. Von hier aus ist es nur ein kurzer Spaziergang zu den Museen – wer den Morgen mit Kultur verbinden mag, findet Anregungen in meinem Beitrag zum Museumsufer.

Wer es grüner und höher mag, steigt hinauf zum Lohrberg im Nordosten (Stadtteil Seckbach), Frankfurts einzigem Weinberg. Der Lohrberger Hang ist die kleinste Einzellage des Rheingaus – hier wächst ausschließlich Riesling –, und von der Anhöhe haben Sie die ganze Skyline als Panoramakulisse vor sich. Ein mitgebrachtes Frühstück auf der Wiese im ersten Sonnenlicht ist hier ein Erlebnis; die Lohrbergschänke serviert ab der Mittagszeit Frankfurter Küche und den eigenen Riesling, ein frühes Frühstück gibt es dort allerdings nicht. Ein Kaffee to go, ein Croissant, die Türme im Dunst der Morgensonne: Günstiger und entspannter beginnt kein Frankfurt-Tag.

Kurz gebündelt: Wer wann frühstücken lässt

  • The Roof, b’mine Airport – täglich Frühstück (werktags ab 6.30 Uhr, Wochenende bis 13 Uhr), 28 Euro; Blick auf Flughafen und ferne Skyline.
  • Mainkai Café, Mainkai 15 – täglich 9–21 Uhr, große Frühstückskarte, direkt am Main am Dom.
  • Occhio d’Oro (Flemings), Eschenheimer Tor 2 – Rooftop-Frühstück und Wochenend-Brunch mit Skyline-Blick, sehr zentral.
  • oben (Meliá / One Forty West), Senckenberganlage 13 – Skyline Brunch sonntags 12–15 Uhr, 69 Euro; sonst Abendlokal.
  • Oosten, Mayfarthstraße 4 – Wochenendfrühstück am Osthafen, Skyline im Hintergrund; Zeiten saisonal, vorab prüfen.
  • MainNizza, Untermainkai 17 – ab 11.30 Uhr, später Brunch auf der Panoramaterrasse am Fluss.

Ein paar Dinge machen den Unterschied: Reservieren Sie am Wochenende, gerade für den Sonntagsbrunch über den Dächern und für die kleinen Café-Terrassen am Wasser. Fragen Sie beim Buchen nach einem Platz zur Skyline- oder Wasserseite – nicht jeder Tisch hat den besten Blick. Und behalten Sie den Wetterbericht im Auge: Terrassen und Mainufer leben von der Sonne, bei Regen sind die verglasten Höhenrestaurants die klügere Wahl. Mein persönlicher Morgen sähe so aus: früh mit den Zimtschnecken ans Museumsufer, in Ruhe die erwachende Stadt beobachten – und den Skyline-Brunch im „oben” oder das Rooftop-Frühstück im Occhio d’Oro für einen besonderen Sonntag aufsparen. So wird schon der erste Kaffee zum Höhepunkt des Tages.

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