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Sehenswürdigkeiten

Frankfurt mit Freunden: Die besten Ideen für die Gruppe

Bembel teilen, Skyline-Bar, Straßenbahn-Tour: Frankfurt hat für Gruppen erstaunlich viel zu bieten – hier sind die besten Ideen.

Katharina Vogt
Katharina Vogt
25. Juli 2026
Freunde stoßen gemeinsam an
Foto: Atlantic Ambience / Pexels

Ein Wochenende mit Freunden in Frankfurt? Gute Wahl. Die Stadt ist kompakt genug, um viel zu erleben, gut angebunden, und sie hat für Gruppen einige Angebote, die man anderswo so nicht findet – von der geselligen Apfelweinwirtschaft über eine Straßenbahn mit Bordausschank bis zu Bars über den Dächern. Ich habe die besten Ideen zusammengestellt, sortiert nach Anlass und Budget.

Der Klassiker: Apfelwein in Sachsenhausen

Wenn Sie mit Freunden nur eine Sache in Frankfurt machen, dann diese: einen Abend in einer Apfelweinwirtschaft in Sachsenhausen. An langen Tischen bestellt man einen Bembel – den bauchigen Steinzeugkrug – und schenkt sich gegenseitig ein. Dazu Handkäs mit Musik, Grüne Soße oder Schnitzel. Das ist gesellig, günstig und typisch hessisch. Für Gruppen ist das Format perfekt, weil man ohnehin teilt.

Der Ebbelwei-Express

Noch ein Stück skurriler und ideal für Gruppen: Die bunte historische Straßenbahn fährt an Wochenenden und Feiertagen eine Stunde durch die Stadt, während Apfelwein und Brezeln gereicht werden – für rund acht Euro pro Person. Sie sehen dabei Römerberg, Messe, Sachsenhausen und Zoo. Für Geburtstage lässt sich der Wagen sogar privat mieten. Wichtig: Tickets gibt es nur gegen Bargeld beim Schaffner.

Sundowner in einer Rooftop-Bar

Für den stilvollen Abend geht es nach oben. Frankfurt hat als einzige deutsche Großstadt eine echte Hochhaus-Skyline, und mehrere Bars nutzen das: von der höchsten Rooftop-Bar Deutschlands im ONE Tower über die 22nd Lounge im Eurotheum bis zur Franziska im Henninger Turm. Reservieren Sie für Gruppen unbedingt vorab – und kommen Sie rund eine Stunde vor Sonnenuntergang.

Der günstige Skyline-Moment

Wenn das Budget knapp ist, funktioniert der Skyline-Blick auch anders: Die Aussichtsplattform des Main Tower kostet nur einen kleinen Eintritt. Und komplett kostenlos ist der Blick vom Lohrberg, Frankfurts einzigem Weinberg im Norden – ein großartiger Ort für ein Gruppen-Picknick bei Sonnenuntergang.

Kultur, die auch in der Gruppe Spaß macht

Nicht jedes Museum eignet sich für eine Gruppe – diese schon:

  • Caricatura Museum: Komische Kunst, bei der gemeinsam gelacht wird.
  • Klassikstadt in Fechenheim: Oldtimer in Glasboxen, offene Werkstätten und ein Restaurant – gerade für gemischte Gruppen ein Hit.
  • MOMEM an der Hauptwache: Museum für elektronische Musik, das sich wie ein Club anfühlt.
  • Senckenberg Naturmuseum: Die Dinosaurier begeistern auch Erwachsene.

Essen gehen in der Gruppe

Frankfurt ist eine der internationalsten Städte Deutschlands, und das schmeckt man. Das Bahnhofsviertel ist die spannendste Adresse für Gruppen: internationale Küche, Craft-Beer-Bars und Cocktailbars auf engem Raum. Auch ein gemeinsames türkisches Frühstück (Serpme Kahvaltı) am Wochenende ist ein tolles Gruppenerlebnis – ein Tisch voller kleiner Schälchen, von denen alle probieren.

Ein Ausflug ins Umland

Wenn Sie mehr Zeit haben, lohnt eine gemeinsame Tour: der Rheingau mit Weinproben in Rüdesheim und der Seilbahn zum Niederwalddenkmal, das romantische Heidelberg, oder eine Wanderung im Taunus auf den Großen Feldberg. Alle drei sind bequem mit der Bahn erreichbar – und im Regionalverkehr gibt es oft günstige Gruppentickets.

Ideen nach Budget

  • Günstig: Picknick am Mainufer oder auf dem Lohrberg, Ebbelwei-Express, Apfelweinwirtschaft, Spaziergang über den Eisernen Steg.
  • Mittel: Main-Tower-Plattform, Museumsbesuch, Abendessen im Bahnhofsviertel, Tagesausflug mit Gruppenticket.
  • Besonderer Anlass: Dinner im Höhenrestaurant, Cocktails in einer Rooftop-Bar, privat gemieteter Ebbelwei-Express.

Praktische Tipps für Gruppen

  • Vorab reservieren: Für Gruppen ab etwa sechs Personen ist das in Restaurants und Bars fast Pflicht.
  • Gruppentickets prüfen: Im Nahverkehr und bei Ausflügen sparen Sie damit deutlich.
  • Bargeld einstecken: Nicht überall (z. B. im Ebbelwei-Express) ist Kartenzahlung möglich.
  • Öffentlich unterwegs sein: U- und S-Bahn bringen alle sicher nach Hause – ideal, wenn getrunken wird.
  • Einen Treffpunkt festlegen: In vollen Vierteln wie dem Bahnhofsviertel verliert man sich schnell.
  • Messetermine meiden: Während großer Messen sind Hotels teuer und ausgebucht.

Fazit

Frankfurt ist eine unterschätzte Stadt für Freundesgruppen: gesellig durch die Apfelweinkultur, spektakulär durch die Skyline-Bars, unterhaltsam durch Angebote wie den Ebbelwei-Express – und dank kurzer Wege lässt sich all das gut an einem Wochenende verbinden. Mein Rat: Planen Sie einen Abend in Sachsenhausen, einen Sundowner mit Skyline-Blick und, wenn Zeit bleibt, einen Ausflug ins Umland. Reservieren Sie vorab und nutzen Sie Gruppentickets – dann wird das Wochenende entspannt und bezahlbar.

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